Abschluss der Kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Kottmar
Die Gemeinde Kottmar hat ihre Kommunale Wärmeplanung erfolgreich abgeschlossen. Der Gemeinderat hat den Wärmeplan am 16. März 2026 beschlossen. Der Bericht zeigt auf, wie sich die Wärmeversorgung in den Ortsteilen künftig entwickeln kann und dient Verwaltung, Unternehmen und privaten Haushalten als Orientierung bei Entscheidungen bezüglich der zukünftigen Wärmeversorgung.
Entwickelt wurde der Wärmeplan über zwölf Monate hinweg in enger Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Kottmar und SachsenEnergie, unterstützt durch die Nationale Klimaschutzinitiative. In den Prozess waren Verwaltung, Fachplanerinnen und Fachplaner sowie politische Gremien eingebunden. Auch die Öffentlichkeit wurde regelmäßig informiert, um die Entwicklungen nachvollziehbar zu machen.
Wesentliche Ergebnisse • Kottmar heizt heute überwiegend mit fossilen Energieträgern – der Erdgasanteil liegt bei rund 30 %. • Aufgrund der ländlichen Struktur eignen sich nur wenige Bereiche für zentrale Wärmenetze. Im Zielszenario 2045 entfallen daher nur etwa 1 % des Wärmebedarfs auf Wärmenetze. • Das örtliche Gasnetz gilt als grundsätzlich wasserstofftauglich. Ob und wann eine Umstellung möglich wird, hängt jedoch von technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene ab. • Für den Großteil des Gemeindegebiets sind dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen, Solarthermie oder Biomasse langfristig am sinnvollsten.
Was bedeutet das für Eigentümer:innen? Der Wärmeplan verpflichtet niemanden zum Austausch seiner Heizung. Bestehende Anlagen dürfen weiter betrieben werden. Entscheidungen ergeben sich ausschließlich aus bundesrechtlichen Vorgaben wie dem Gebäudeenergiegesetz – nicht aus der Wärmeplanung.
Den vollständigen Abschlussbericht erhalten Sie hier:
Nationale Klimaschutzinitiative Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Bürger:innen bringen sich ein: Erste Ergebnisse der Wärmeplanung in Kottmar vorgestellt
Die Gemeinde Kottmar arbeitet gemeinsam mit SachsenEnergie an einer klimafreundlichen und bezahlbaren Wärmeversorgung für die Zukunft. Nun liegen erste Zwischenergebnisse aus der Bestands- und Potenzialanalyse vor – und wurden im Rahmen von Bürgerdialogen und Workshops vorgestellt und diskutiert.
Wo steht Kottmar aktuell? Die Analyse zeigt: In Kottmar wird überwiegend mit fossilen Energieträgern wie Erdgas, Heizöl und Kohle geheizt. Der Anteil erneuerbarer Energien liegt derzeit bei rund 29 %. Gleichzeitig bestehen vielversprechende Potenziale – etwa durch vorhandene Wärmenetze, ein wasserstofftaugliches Erdgasnetz und dezentrale Lösungen mit erneuerbaren Energien.
Beteiligung als Schlüssel Damit der Wärmeplan die tatsächlichen Bedürfnisse der Gemeinde widerspiegelt, setzt Kottmar auf Beteiligung:
• Workshop mit lokalen Schlüsselakteuren am 18. September mit Vertreter:innen der Verwaltung, Wohnungswirtschaft und Betrieben
• Bürgerdialoge am 21. und 23. Oktober in Ottenhain und Eibau mit Projektinformationen, Diskussionen an Thementischen und dem „Wärme-Wunschzettel“ für persönliche Anregungen
Außerdem war am 23. Oktober bei der Bürgerveranstaltung in Eibau die Verbraucherzentrale Sachsen vertreten, die die Bürger:innen über individuelle Angebote zur Energieberatung informierte. Auch im Nachgang können sich Interessierte bei der Verbraucherzentrale Sachsen nach Terminen erkundigen, um ihre individuellen Fragen zu stellen.
Die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft fließen direkt in die weitere Planung ein. Der finale Wärmeplan soll voraussichtlich bis Ende des Jahres 2025 vorliegen.
Start der Kommunalen Wärmeplanung in Kottmar Am 6. Mai 2025 fiel der Startschuss für die Kommunale Wärmeplanung in Kottmar. Bei der Auftaktveranstaltung kamen Vertreter:innen des Gemeinderats, der Gemeindeverwaltung, der SachsenEnergie sowie lokale Unternehmen zusammen. Gemeinsam wurden die ersten Schritte zur Datenerhebung und zur Analyse des aktuellen Wärmebedarfs besprochen.
Ziel der Planung ist es, eine zukunftsfähige, klimafreundliche und bezahlbare Wärmeversorgung für die gesamte Gemeinde zu entwickeln. Die Umsetzung wird durch Fördermittel der Nationalen Klimaschutzinitiative unterstützt. Der fertige Wärmeplan für Kottmar und seine Ortsteile soll bis Dezember 2025 vorliegen.
Die Gemeinde und SachsenEnergie setzen auf Transparenz und Beteiligung: Bürger:innen werden im Laufe des Projekts durch Informationsveranstaltungen und Workshops eingebunden und regelmäßig über den Fortschritt informiert.
Weitere Informationen erhalten die Bürger:innen in dem beigefügten Dokument und zukünftig auf dieser Website bzw. über den Kottmar-Kurier.
Nationale Klimaschutzinitiative Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
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