Kottmar
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Gemeinde Kottmar Gemeinde Kottmar

Dorfkirche zu Obercunnersdorf

 
- barocke Dorfkirche um 1700
- wertvoller Emporenmalerei mit Motiven aus dem Alten und Neuen Testament

Kichenführungen können über das Haus des Gastes angemeldet werden -
Telefon (03 58 75) 60 954
Mail: info@obercunnersdorf.de
Das Pfarramt erreichen Sie telefonisch unter (03 58 75) 60 312
Mail: kg.obercunnersdorf@evlks.de
Blick ins Kirchenschiff mit Emporenmalerei aus dem 17. Jh.
Blick zur Orgel, im Vordergrund die Kanzel
Schusterorgel aus dem Jahre 1898,
restauriert 2009

Die älteste bisher bekannte Ersterwähnung von Obercunnersdorf stammt aus dem Jahre 1221 und findet sich in einer Urkunde des Domstiftes zu Bautzen.
1506 stand an heutiger Stelle eine Kirche, die unter Nutzung der vorhandenen Grundmauern der St. Barbara Kapelle errichtet wurde.
1661 wurde auf der Nordseite eine Empore eingebaut und mit allegorischen Bildern versehen, die der Löbauer Maler Friedrich schuf. Die Bilder stellen den Lebensweg Jesus dar.
Am 24. April 1690 begann der Bau einer neuen Kirche, die um das bestehende Gebäude herum gebaut wurde. Gleichzeitig wurde der jetzt noch bestehende Turm errichtet und mit einem Geläut versehen. Nach einem reichlichen Jahr Arbeit erfolgte am 16. Juni 1691 die Fertigstellung.
In den Folgejahren veränderten sich Größe und Gestalt der Kirche. 1696 wurde der vermutlich aus vorreformatorischer Zeit stammende Altar durch einen neuen ersetzt.
Erneute Umbauten und Erweiterungen erfolgten in den Jahren 1727 und 1748 bis 1749. Dabei wurde der gesamte Innenraum in schlichtem Weiß gestaltet. Dabei wurden auch Altar, Kanzel, Orgelempore und die Bilder weiß übermalt. Es ist anzunehmen, dass die Einflüsse der Hernhuter Brüdergemeine zu diesem Schritt führten.
Beim letzten Bau erhielt der Turm seine barocke Haube und eine Deckung mit rotbemalten Holzschindeln.
Auch die 1749 von Andreas Müller für 600 Taler gelieferte Orgel musste nach Umbauten 1818 und 1935 einer neuen größeren weichen. 1898 schuf die Zittauer Firma Schuster und Sohn zum Preis von 9885 Mark ein dreistimmiges Werk.
1958 begann die erste größere Renovierung der Kirche, Turm und Außenfassade erfuhren eine gründliche Erneuerung. Der Turmsims erhielt einen neuen Putz, schadhafte Flächen an Turm und Kirchenschiff besserte man aus und versah sie anschließend mit einem neuen Anstrich. Die Verschieferung des Turmdaches wurde ausgebessert, der Turmkopf abgenommen und neu vergoldet.
Bei den Restaurierungsarbeiten kam zum Vorschein, dass nicht alle Holztäfelungen an den Emporen mit Bildern geschmückt waren. Die wahllos verstreuten Werke der Maler Friedrich, Wauer und Reichert fügte man schließlich in die untere Empore ein und gab so dem Raum sein heute bestehendes Gepräge.
Für Überraschung sorgte die Aufdeckung der nicht vermuteten Kanzelbemalung mit ihrem wunderschönen kornblumenblauen Untergrund und dem pastellfarbenen Blumenschmuck.
Um noch einmal kurz bei der Innengestaltung zu bleiben, sei auf Kristalllüster und Gesangbuchbrettchen nebst Nummerierung an den alten Bänken aufmerksam gemacht. Beide Leuchter stammen aus Böhmen und wurden in Steinschönau (Kamenicky Senov) gefertigt.

Gestützt auf Fördermittel und die außerordentliche Spendenbereitschaft der Obercunnersdorfer und ihrer Gäste konnten in den letzten Jahren weitere notwendige Aufgaben bewältigt werden, wie z.B. Restaurierung der Leuchter, Heizungseinbau, Dachdeckung, Schwammsanierung und Neuinstallation der Elektroanlage.

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